Die Liebe.

Höre gerne rein!

Die Liebe
Lynn

Alles begann mit der Liebe, mit Gott, dem Universum, der Quelle, oder dem Bewusstsein. Wie auch immer du es nennen magst. Das Sein, die Liebe war immer da und wird es immer sein! 

Der Urknall, der Anfang unserer Geschichte sozusagen, ist etwas (N.D.Walsch hat das beschrieben), wie Gott sich selbst erkennen wollte. Und um sich selber zu erkennen, braucht es ein Hier und ein Dort. Denn wie soll ich mich erkennen, wenn ich keine Form, keine Grenzen habe. Und so begann die Geschichte der Trennung. Mit dem Urknall wurde, aus dem unendlichen Sein heraus, ERSCHAFFEN. 

Durch die Trennung wurde in den Kreis (der Unendlichkeit), ein Cut gesetzt und somit ein Anfang und ein Ende geschaffen. Der Kreis entfaltet sich  - und die Linie entsteht. Und mit ihr die Linearität, die wir in unserem Leben vorfinden. Wir haben die Geburt und den Tod. Und diese Linie folgt, in unserer Realität, der Zeit.  

Verbinden wir nun den Anfang und das Ende, indem wir den Körper verlassen, finden wir wieder zurück zum Kreis, zum unendlichen Bewusstsein.  

Viele spirituellen Meister gehen davon aus, dass die Zeit nicht real ist und auch die Linearität nicht real ist, und wir, wenn wir sterben, wieder eins mit allem sind und die Trennung aufheben. 

Also, die Linearität ist die Schöpfung, ohne die es keine Form gäbe. Gott hat Schöpfung geschehen lassen, hat Trennung vollzogen, mit einem Anfang und einem Ende, um sich zu erkennen. Auch unsere Galaxie wird irgendwann ihre Form verlieren, sich auflösen und wieder mit ALLEM verbinden. Wie unsere Körper wieder EINS mit der Erde werden. Aber die Liebe, das SEIN, hat kein Ende. 

Jetzt kommen wir zum männlichen und weiblichen Prinzip. Es symbolisiert genau das oben beschriebene. 

Die Frau symbolisiert erstmal mehr, mit ihrem Körper, das weibliche Prinzip und der Mann, mit seinem Körper erstmal mehr das männliche Prinzip. Und dennoch tragen wir immer beides in uns. Jede Frau trägt einen inneren Mann, und jeder Mann eine innere Frau in sich. Aber es fühlt sich dennoch nach Trennung an. Frauen sehnen sich nach dem Männlichen und Männer nach dem Weiblichen. (Das hat jetzt weniger mit dem äußeren Geschlecht zu tun.) 

Und wir sehnen uns ja auch mit unseren Körpern so sehr nach Verbindung des Männlichen und Weiblichen, dass wir Sex praktizieren. Wir versuchen, unsere Körper wieder zu einem zu machen. Wie bei einem YinYang Zeichen, in dem es zwei große Teile gibt und sich 2 kleine Teile in dem anderem wieder finden. So symbolisiert der Penis, den Teil den der Mann gibt, und die Brüste, den Teil den die Frau gibt. Wie und ob Penetration stattfindet, ist dabei nicht entscheidend. Gott sei Dank, gibt es inzwischen eine relative Anerkennung dafür, dass Homosexualität eine natürliche Variante desselben Prinzips ist. Ich bleibe hier dennoch bei der heteronormativen Symbolik. 

Der Körper der Frau ist der Kreis. Im Körper der Frau gibt es den nicht-unendlichen aber immer währenden Zyklus aus Eizellen (Ei = Kreis oder Null), die springen und sich auf den Weg machen. Und auch ohne Befruchtung wird dieser Zyklus aufrecht erhalten. Die Liebe, der Raum, besteht – er IST. Aber ohne die 1, die Linie, die Samenzelle, den Penis – ohne die Befruchtung, wird aus diesem Kreislauf im weiblichen Körper kein Leben entstehen. Die Liebe bekommt keine Form. Sie ist da – aber unsichtbar! 

Die Eizelle ist bereit, drückt sich aus aber braucht die Schöpfung, um in einem Kind sichtbar zu werden. 

Das weibliche Prinzip ist das SEIN, ist die Liebe, ist das Prinzip von „Alles darf erstmal da sein“. Dieses Prinzip ist Frauen oftmals näher als Männern. Sie lassen ihren Gefühlen mehr Raum, sie weinen und wüten und erlauben es sich, mit ihrer Freundin keine Lösung parat haben zu müssen. Sie erzählen, hören zu, sind präsent, sie lieben ohne Grund, sind einfach da. 

Das ist das Palavern am Lagerfeuer, das Brainstorming, alles darf sich erstmal zeigen, wird noch nicht beurteilt oder aussortiert. Das weibliche Prinzip ist die Hingabe an das Sein. Es ist wundervoll, unendlich wichtig! 

Aber dann - wenn auf das weibliche Prinzip nichts folgt, bekommt es keinen Ausdruck. Wenn aus diesem „wir sitzen am Lagerfeuer und jeder wird gehört“, keine Handlung erfolgt, keine Umsetzung, so bleibt die Liebe unsichtbar! 

Und deshalb braucht es genau so sehr das männliche Prinzip, braucht es die 1, die Tat, braucht es die Linearität! Wenn wir nur im Kreis laufen, kommen wir nicht voran. Wir brauchen eine Richtung! 

Es braucht die Welt der Form, damit die Liebe sich erkennen kann. Das Kind überlebt nicht durch das Wissen oder Fühlen, dass seine Eltern es lieben. Es braucht den Körperkontakt, das gefüttert und gewickelt werden, die Liebe sichtbar, in den Augen und Händen der Eltern. 

Das männliche Prinzip ist aber auch die Logik, das Denken. Nach dem „wir haben alles da sein lassen“, wie können wir jetzt daraus in die Umsetzung kommen? Wie können wir nicht kopflos, einfach losstürmen ohne Sinn und Verstand, sondern aus der Liebe heraus handeln? 

Wenn wir in einer gesunden Form kommunizieren, praktizieren wir das so. Manchmal braucht es auch am Ende keine Tat, keine Lösung, manchmal reicht das Gespräch (und das Fühlen der dazugehörigen Emotionen), um uns wieder geliebt zu fühlen. Aber oft genug braucht es eine Veränderung auch auf der Handlungsebene, sonst drehen wir uns im Kreis. Wenn wir uns jeden Tag über die Arbeit aufregen und nie dem Impuls folgen, uns woanders zu bewerben, bleiben wir unglücklich in der alten Situation.  

Wir brauchen das männliche Prinzip genau so sehr wie das weibliche! Das Eine kann nicht ohne das andere Sein! Was aber in dieser Welt geschieht, ist dass das männliche Prinzip VOR das weibliche gestellt wurde und wird. Das Patriarchat handelt sozusagen nicht mehr aus der Liebe heraus, sondern stürmt kopflos los und handelt um des Handelns Willen. 

Das ist die Welt der Sichtbarkeit, in der es nicht mehr darum geht die Natur, die Erde, die Mutter, zu achten und nur so viel zu nehmen wie wir brauchen. Es geht um Zahlen, um Fakten, um Profit, um Gewinnmaximierung, um die Form - koste es was es wolle! 

Wir handeln ohne die Liebe, ohne das Weibliche Prinzip und bleiben so wahnsinnig sehnsüchtig zurück! Denn NUR die Form, nur das Geld, nur die Materie - bleibt hohl, bleibt lieblos… 

Keins ist wichtiger als das Andere! Die Liebe und die Schöpfung gehören zusammen. Aber ZUERST war die Liebe – ZUERST war das Bewusstsein! 

Das Weibliche Prinzip gehört an den Anfang. Die Reihenfolge der Prinzipien entscheidet über den Unterschied zwischen Frieden, Harmonie und Ausgleich oder Krieg, Ausbeutung und Verlust! 

Das Kind darf sich ausdrücken mit der Wut über die nicht bekommene Schokolade, mit der Trauer über das Hingefallensein, genau wie mit der Angst vor dem Räuber unterm Bett oder der Freude über die gefundene Muschel. Erst DANACH kommt die Frage – und jetzt?! Gibt es etwas zu TUN? Braucht es wirklich noch ein Stück Schokolade oder ein Pflaster und müssen wir mal Nachschauen unter dem Bett? Was braucht es, aus dem SEIN heraus, aus dem Kreis, in die Linie, in die Richtung?   

Wir haben die Tat vor die Liebe gestellt. Wir haben die 1 vor die 0 gestellt und wundern uns, dass alles scheinbar verkehrt läuft. 

 

Im Tierreich gibt es fast keine Vergewaltigung. Einzig bei den Affen, die dem Menschen am ähnlichsten sind. 

Obwohl die meisten männlichen Tiere stärker sind als die weiblichen, größer sind, oft mehr Muskulatur aufweisen, gibt es dennoch kaum sexuelle Übergriffe. Das Weibchen bestimmt zu jeder Zeit, ob sie bereit ist für die Paarung. Nur in ihrer heißen Phase nimmt sie das Männchen auf und erlaubt die Platzierung des Samens. Neuerdings wissen wir sogar, dass die Eizelle entscheidet welchen Samen sie aufnimmt. Das Weibliche, die Liebe, bestimmt wann und wie es zur Schöpfung kommt.  Warum ist das so?  

Im Tierreich würde das Männchen, das Weibchen, ohne Sinn und Verstand, kopflos, befruchten. Und die Weibchen mit ihrem natürlichen Zyklus tragen das Wissen in sich, wann die Zeit reif ist. Und wenn der Winter lang wird und die Kitze erfrieren würden, warten die Hirschkühe noch mit der Paarung. 

Der Frauenkörper ist zuerst da bevor der Mann in sie eintauchen kann. Die Eizelle ist zuerst da, bevor die Samenzelle in ihr aufgenommen wird. 

Es braucht nicht die Unterdrückung des Männlichen, es braucht nur eine Richtigstellung der Reihenfolge. Nicht Frauen an die Macht, sondern: Das weibliche Prinzip an die Macht! 

Wir alle müssen lernen, Frauen wie Männer, erst zu fühlen und inne zu halten, so dass wir zurück kommen ins SEIN. Und da sind wir bei dem JETZT von Eckhardt Tolle. Gibt es jetzt, nur jetzt in diesem Moment wirklich etwas zu tun? Dann Go! Aber erst braucht es das Spüren, das Hinterfragen. 

Don Quijote sagt zu Sancho Panza:“ Mach langsam, Sancho! Wir haben es eilig!“ 

Das was im Pariarchat über die letzten Jahrtausende passiert ist, dass das Männliche vor das Weibliche gestellt wurde, das hat viel Trauma verursacht. Der Mann ist, in diesem System, zum Täter gemacht worden und die Frau zum Ofer. Und dieses Trauma tragen wir seit vielen, vielen Generationen in uns, in unseren Zellen.  

Meiner Meinung nach, zeigt sich das auch in unserer Sexualität. 80 % der Frauen finden Zugang, zu ihrem Trauma der Opferschaft, in der Devotion. Auf die eine oder andere Art finden sie sexuelle Lust in dem gespielten „unterdrückt werden“. Und 80% der Männer, üben gerne Dominanz aus und finden sexuelle Lust im gefühlten „Unterdrücken“. 

Denn Tätersein schafft genau so viel Trauma wie Opfer sein! Und so spielen wir beide unsere Rollen im Sex und kommen auf lustvolle Art und Weise an unsere Wunden heran. 

Diese unfassbar, unterdrückte, riesige Energie von Trauma steckt uns buchstäblich in den Knochen, in allen Zellen des Nervensystems. Seit Jahrtausenden! Und wie wir wissen, braucht eine Situation, in der wir in Gefahr sind, die Flucht oder den Kampf. 

Und wenn wir einer gefahrvollen Situation nicht durch „fight or flight“ entkommen können, erstarren wir (freeze). 

 

Das passiert dem Kind, dass sich nicht wehren und nicht weglaufen kann, gegen die schlagenden Eltern. Es friert ein, fällt in eine Schockstarre (mindestens innerlich), bis die Gefahr vorüber ist. Wird dieser Schock nun nicht adäquat aufgearbeitet entsteht, durch die Unterdrückung der immensen, lebensrettenden Kraft des flüchtenden oder kämpfenden Nervensystems – Trauma,  eingesperrte Energie! 

Auch noch als Erwachsene, können wir in überwältigenden Situationen ohnmächtig werden. Ähnliches passiert im Tierreich. Wenn Kampf oder Flucht nicht mehr möglich ist, fallen einige Tiere in eine Schockstarre. Das Nervensystem wird schlagartig so runter reguliert, dass es aussieht, als seien sie tot. Auch das Schmerzempfinden ist kaum noch vorhanden, so dass das Tier, im Akt des Sterbens, nicht noch unnötig leiden muss. Dieser freeze ist dem Tod so ähnlich, dass es Mäuse gibt, die diesen Zustand nicht überleben.  

Was braucht das Nervensystem also nach so einer Todesangst? Und jeder Schock den wir erleben, sei es das Beschämtwerden oder Verlassenwerden oder Angegriffenwerden in Lebenssituationen, kann ein neues Trauma auslösen oder ein altes triggern. 

Der Körper, mit seiner nicht-ausagierten „fightorflight-Energie“, muss diese, durch Bewegung wieder los werden. Peter Levine begann mit dieser Art der Therapie bei PTBS-Patint_innen. Er leitete seine Klient_innen unter anderem dazu an, sich am ganzen Körper zu schütteln und war mit dieser Methode sehr erfolgreich.  

Die Gazelle, die dem Tod sehr knapp entronnen ist, schüttelt sich minutenlang und springt dann quicklebendig davon. (Youtube-Video: impala trauma release) 

Wir können also die blockierte Energie im Körper, durch das Schütteln in Bewegung bringen und kommen dadurch auch an die Emotionen heran, die damals oder heute zu überwältigend waren. Das was früher der Löwe war, ist heute der Chef, die Partnerin oder sogar das eigene Kind. Das Nervensystem reagiert, statt mit Kampf oder Fluchtreflexen, mit Erstarrung (Nicht-Spüren). Vielleicht noch mit cholerischen Anfällen aber auch diese, sind ein Ausdruck der eigentlich gefühlten Ohnmacht, der wir uns ausgeliefert sehen. 

 

Aber ich möchte noch einmal zurück kommen zum männlichen und weiblichen Prinzip und was wir lernen müssen. 

Ich bin der Meinung, dass wir Frauen, aus dem Kreis heraus, mehr in die 1 wachsen müssen. Mehr in die Aufrichtung, in die Stärke, in die Kraft, in die Sichtbarkeit! Und das passiert gerade über den neuen Feminismus. 

Die unsichtbare Unterdrückung des Weiblichen wird sichtbar gemacht, und die Opfer des Patriarchats wehren sich. Wir wollen rein ins Fühlen und raus aus der toxischen Männlichkeit (Nicht-Spüren). 

Der Frauenkörper ist erstmal, durch seine Fähigkeit zur Mutterschaft, Leben zu schenken, dem „Geben“ näher. Frauen fällt es, in der Regel, leichter zu geben. Vielleicht ist das auch nur eine Folge des Patriarchats, etwas das uns anerzogen wurde, aber nun stehen wir damit da. 

Wir sorgen uns um unsere Geschwister, um unsere Eltern, unsere Partner, unsere Freunde, unsere Kinder und unsere Nachbarn. Wir wollen zwar ganz viel Haben, aber es wirklich annehmen fällt uns unheimlich schwer. Was passiert, wenn du einer Frau ein Kompliment machst?  

Auch wenn sie sich innerlich danach sehnt, wird sie es häufig kaputt machen („Ach, Quatsch, heute doch nicht!“) oder sie gibt es direkt zurück („Aber DEIN Kleid ist auch wunderschön!“).  

Ein einfaches „Dankeschön!“ kriegen wir kaum über die Lippen. Aber es ist die einzige Antwort auf ein Kompliment wenn wir wirklich nehmen können.  

Und das müssen wir lernen! Sonst werden wir niemals satt! Wenn wir alles sofort zurück geben, bleibt nichts bei uns. Schenken, Geben ist das wunderschönste auf der Welt! Aber wenn wir nicht Nehmen können, entsteht ein Ungleichgewicht. 

Und auf der anderen Seite müssen Männer lernen zu Geben! Ihnen fällt es unheimlich viel leichter zu Nehmen als zu Geben. Hast du schon mal einen Mann gehört, der auf ein: „Du bist soo stark!“ mit einem „Nein, eigentlich bin ich ganz schwach!“ antwortet?  

Männer geben zwar auch, aber sie geben häufig „um zu!“. Er trägt den Müll raus, DAMIT die Frau zufrieden ist. Er kocht, UM Bewunderung zu ernten. Er massiert, DAMIT es danach Sex gibt. Er gibt, aber er gibt nicht aus sich heraus, sondern er gibt UM etwas zu bekommen.  

Männer müssen von der Tat, die nicht verkehrt ist, zurück zur Liebe finden! So dass die Antwort auf die Frage: Warum tust du das? Nicht lautet: Weil ich etwas bekomme! Sondern lautet: Weil ich liebe!                                                  Und dann auch erleben darf, wie unfassbar erfüllend es gerade für einen Mann sein kann, zu Schenken!   

Einen Schutzraum zu kreieren, zu erschaffen für das Weibliche, dass es sich sicher und geborgen fühlt und sich ausdrücken kann, ist das Heilendste was ein Mann tun kann. Auch hier finden wir diese Wahrheit in der Sexualität. Die allermeisten Männer sehnen sich danach, dass die Frau sich mit ihnen so sicher fühlt, dass sie sich wirklich öffnet und hingeben kann. Sie sind in der Tiefe so bereit zu schenken, dass sie dafür oft gern ihren Orgasmus hinten anstellen. 

Und am Ende geht es auch darum, dass Männer diesen Schutzraum in sich selber  schaffen. Das sie lernen, sich ihre Gefühle und ihren Schmerz zu erlauben, ohne sich dafür zu verurteilen und zu bewerten.  

Diese Erlaubnis ist Männern grausam genommen worden im Patriarchat. Sie durften nicht mehr fühlen! Jahrtausendelang sind sie in den Krieg geschickt worden und durften keine Angst haben. Jeder der Angst zeigte, wurde beschämt und ausgeschlossen. Auch traurig sein durften sie nicht. Immer noch fällt es ihnen soo schwer zu weinen. Und jetzt, in der heutigen Zeit, darf der Mann noch nicht mal wütend sein. Und ich rede hier nicht von der cholerischen Wut. 

Aber in dieser Welt, in der es so viel Schuld durch das Patriarchat gibt, und der Mann ja raus will aus seiner Täterschaft, erlaubt er sich noch nicht einmal mehr die Wut. Und so ist ihm das Fühlen genommen worden, und er rennt millionenfach zum Fußball um wenigstens dort wüten, und zittern und weinen zu dürfen. 

Und dabei brauchen wir so sehr das Fühlen der Männer! Nicht das kopflose Lostürmen und alles über den Haufen rennen, sondern das Innehalten und Fragen: Was würde die Liebe tun? 

Und die Frau braucht die Kraft, die Faust in die Höhe, nicht gegen den Mann aber für ihre Aufrichtung. Sie muss raus aus dem „nur drüber Reden“, rein ins Tun. Frauen beschweren sich seit Jahrtausenden und die Umsetzung fehlt oftmals. Wir tun uns immer noch zu wenig zusammen, verlassen nicht unsere schlimme Beziehung, bleiben zu oft stehen, haben Angst und verändern nichts. Über die Einschränkung unserer Sexualität, die im Patriarchat geschehen ist, ist uns unsere Kraft genommen worden. Eine sexuell befreite Frau, die sich ihre Lust erlaubt, egal welche Form sie wählt, steht anders mit beiden Beinen auf der Erde.  

Und diese Beine müssen wir in die Hand nehmen und vorwärts schreiten. Nicht darauf warten, dass Männer uns den Weg ebnen! Sie dürfen uns sehr gerne folgen und ihn mit uns beschreiten aber wenn nicht, dann müssen wir ihn alleine gehen! Und dem Weiblichen, der Liebe, ihren natürlichen Platz wieder geben – an erster Stelle! 

Und wenn wir diesen Wandel vollzogen haben, ist glaube ich, dieser Zyklus hier auf der Erde abgeschlossen. Wir Frauen entdecken unseren inneren Mann, wachsen in unsere Stärke hinein und die Männer entdecken ihre innere Frau und beginnen wieder zu fühlen. Nicht umsonst werden Geschlechter-identifikationen gerade so sehr aufgebrochen.  

Und so finden wir zurück zur Verbindung. Wir schließen den Kreis, vollziehen das YingYang. Aus Trennung, die wir hier so ewig lang erfahren haben, werden wir wieder zu EINEM. 

Und so kann die Suche und das Leid auf dieser Welt ein Ende finden! 

Zurück
Zurück

Der Ring